Bedeutung von Resilienz für die Arbeitswelt

Bisher kannte man Resilienz als innere Stärke von Menschen, die schwere traumatisierende Schicksalsschläge und außergewöhnliche Widrigkeiten überwunden haben. Auch in der Kinderpädagogik wird die Stärkung der Resilienz seit langem angewandt. Mittlerweile haben wir erkannt, dass Resilienz eine große Rolle in der Arbeitswelt spielt. Menschen brauchen mehr denn je die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Rückschläge wegzustecken und dem hohen Arbeitstempo Stand zu halten. Verfügen Menschen über diese Fähigkeit, sorgen sie dafür, dass ihre eigene Motivation und Leistungskraft erhalten bleibt und damit die Freude an der Arbeit.

Ansteigende Fallzahlen an psychischen Störungen und Erkrankungen veranlassen uns nach wirksamen Strategien zu suchen, um dieser Entwicklung entgegen wirken zu können. Steigende Kosten und der demografische Wandel machen es zudem erforderlich, Bedingungen zu schaffen, um die Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit der Menschen zu erhalten.

Der Unterschied zu früher ist die hohe Geschwindigkeit mit der Organisationen heute immer wieder umgekrempelt werden. Dies nimmt vielen Menschen die Luft zum Atmen und lässt ihnen kaum Zeit sich fort zu entwickeln.

Gesellschaftlicher Paradigmenwechsel

Dem zugrunde liegt ein Paradigmenwechsel, der in unserer Gesellschaft stattfindet. Der Wirtschaftsjournalist Erik Händel stellt fest, dass das was heute zählt, der produktive Umgang mit der Flut an Informationen ist. Das heißt: Aus gut ausgebildeten Facharbeitern werden zusätzlich Informationsarbeiter. Dabei kommt es darauf an, dass die richtigen Informationen im richtigen Augenblick zur Verfügung stehen. Demzufolge benötigen Arbeitende zusätzliche Fähigkeiten und Fertigkeiten. Ihre Aufgabe ist es, große Informationsmengen und Sachverhalte so darzustellen, dass sie produktiv weiter verarbeitet werden können. Sie brauchen Kreativität und müssen in Lösungen denken, damit sie zu tragfähigen Arbeitsergebnissen kommen. Für die Arbeit in Teams und mit Kunden brauchen Arbeitende gute, stabile zwischenmenschliche Beziehungen, die aufgebaut und gepflegt werden müssen.

Der Wandel in der Arbeitswelt bedeutet auch, dass sich insgesamt Veränderungen für das eigene Selbstverständnis von Berufstätigkeit abzeichnen. Arbeitende werden immer mehr zu Unternehmern ihrer eigenen Arbeitskraft. Sie müssen sich selbst organisieren, vermehrt ökonomisch Verantwortung tragen und dabei ihr eigenes Handeln und die Entwicklung und Vermarktung ihrer Fähigkeiten selbst kontrollieren.  Sie brauchen ein hohes Maß an Resilienz zur Selbststeuerung um diese Veränderungen zu bewältigen.

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