Besuch bei einer alten Damen

Am Ende eines Lebens oder von den unerfüllten Träumen

Am Wochenende besuchte ich meine Tante. Sie ist 82 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann in einer schönen Wohnung in Frankfurt. Ihr Mann ist drei Jahre älter als sie und pflegebedürftig.  Sie tut alles für ihn so gut sie kann, mit Unterstützung eines Pflegedienstes. Wir sitzen bei Kaffee und Kuchen und sie erzählt von alten Zeiten. Wie fröhlich es immer zuging bei Familienfesten. Wie schön es früher war, als ihre beiden jüngeren Brüder noch lebten. Einer davon war mein Vater, der mittlerweile schon 20 Jahre Tod ist.

Ich habe viele Fragen an sie. Zur Flucht der Familie 1945 aus Breslau, heutiges Polen, in den Westen Deutschlands. Die Zeit nach dem Krieg, wie sich die Familie mit vier kleinen Kinder und ohne Vater Richtung Frankfurt durchgeschlagen haben. Der Hunger und der Mangel an Kleidung und überhaupt allem, was man aus heutiger Sicht zum Leben braucht. An vieles konnte sie sich nicht mehr erinnern. Doch dann sinniert sie nach und sagte: “Tja, da ist man jetzt so alt, das Leben geht langsam zu Ende und was ist davon geblieben?“
Als ich sie daraufhin fragte, was sie gerne anders gemacht hätte denkt sie einen Moment nach. Dann funkeln ihre Augen und sie erzählt von den Urlauben mit ihrer Familie im Schwarzwald. Dort hätte sie gerne gelebt als Rentnerin nach ihrem Arbeitsleben. Dort war es immer so schön, die netten Menschen, die gute Luft. Das wäre ihr Traum gewesen. Sie schaut meinen Onkel an und strahlt. Doch er schüttelt den Kopf. Nein, das war für ihn nie eine Frage. Er wäre nie aus Frankfurt weggegangen, hier hat er sein Leben gelebt und hier will er auch sterben. Ihr Blick wird traurig. “Ja, leider, so ist das“ sagt sie leise.
Ich habe nicht weiter nachgefragt, warum sie ihren Traum nicht verwirklicht hat. Wahrscheinlich konnte sie sich nicht gegen ihren Mann durchsetzen. Vielleicht hat ihr der nötige Optimismus gefehlt um ihren Wunsch Realität werden zu lassen.

Gesunder Optimismus und Resilienz

Ein gesunder Optimismus ist die Voraussetzung dafür, dass wir unsere Ideen und Ziele verwirklichen können. Denken wir an Erfinder wie Thomas Alva Edison, der mit der Glühbirne, oder Steve Jobs, der erfolgreiche Applemanager. Ohne ihren grenzenlosen Optimismus, der sie häufig bis an den Rand der Erschöpfung gebracht hat, wären sie nie so erfolgreich gewesen. Trotz vieler Rückschläge und Niederlagen habe sie konsequent auf ihr Ziel hin gearbeitet und ihre Visionen in die Realität umgesetzt.

Ein gesunder realistischer Optimismus ist einer der Schutzfaktoren der Resilienz. Resiliente Menschen verfügen über eine optimistische Grundhaltung, die ihnen hilft, selbst bei Niederlagen oder in Krisensituationen den Mut nicht zu verlieren. Sie wissen, dass es immer einen Ausweg gibt und weiter geht. Sie geben die Hoffnung nicht auf. Für sie ist das Glas immer halb voll.  Wir wissen, dass Menschen mit optimistischer Grundhaltung zufriedener, gesünder leben und durchschnittlich länger leben. Denn wer möchte nicht am Ende glücklich und zufrieden mit sich und einem erfüllten Leben sein, nach dem Motto: „Sie oder er  lebte ihren oder seinen Traum!“

Wie Sie Ihren Optimismus stärken können erfahren Sie in unserem

Resilienz-Einführungstraining
Resilienz-Coaching

Fordern Sie unser Angebot
Telefon (069) 43057878 E-Mail info@arbeit-im-gleichgewicht.de

 

Weitere News