Höher, schneller, weiter – auch noch in der Freizeit?

Höchstleistungen erbringen erwünscht?

Ja, gerne. Und das nicht „nur“ im Beruf, sondern immer häufiger auch nach Feierabend beim Sport. Viele Menschen merken gar nicht, dass sich der Großteil oder gar ihre gesamte Freizeit darum dreht.

Entspannt Kicken bei der Seniorenmannschaft im örtlichen Sportverein? Völlig out – heute ist beim Sport in der Freizeit hightechunterstütztes, minutiöses Training, am besten mit Personal Trainer, und die Teilnahme an Wettkämpfen angesagt.

Ist das empfehlenswert?

Minutiös geplantes Training, umgestellte, optimierte Ernährung, ein persönlicher Trainier, die perfekte Ausstattung – sie geben (fast) alles für eine neue Bestzeit beim nächsten Wettkampf. Sport in der Freizeit kann ein guter Ausgleich sein, gerade zum stundenlangen Sitzen in Bürojobs. Wenn jedoch zunehmend nur noch der Ehrgeiz zählt, sich zu messen und besser zu sein als die Konkurrenz, verkehrt sich der positive Effekt ins Gegenteil. Aber es werden immer mehr, gerade in Ausdauersportarten wie Laufen oder Triathlon. Und es sind zahlungskräftige Kunden, die entsprechend in ihre Bestzeiten investieren können und wollen: Bei einer Erhebung mit knapp 4000 Läufern am Rande des Frankfurt Marathons waren mehr als 35 Prozent auf der Führungsebene beschäftigt, die Studie hat „einen direkten Zusammenhang zwischen beruflicher Karriere und persönlichen Bestzeiten im Marathon belegt“. Selbst im Urlaub ist mittlerweile Sport statt Entspannung immer gefragter.

Sport zur Förderung der individuellen Resilienz

Bei hoher geistiger Beanspruchung und Stress ist sportliche Betätigung wichtig für den Ausgleich und den Abbau von Stresshormonen. Dabei ist moderate Bewegung zur Unterstützung der Gesundheit am besten. Gemeinsam in der Gruppe und spielerisch Sport auszuüben und sich danach gesellig zusammenzusetzen fördert außerdem das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Zufriedenheit der Menschen. All das erhöht die Resilienz – Widerstandskraft der Beschäftigten.

Doch dieses ursprüngliche, gesundheitlich positive Element gerät immer mehr ins Hintertreffen – erscheint antiquiert und wird ins Fußvolk verbannt. Wenn aber gerade der Ausgleich fehlt und die permanente Beanspruchung in der Freizeit fortgesetzt wird, kann das auf die Dauer gefährlich werden für die Gesundheit einzelner Arbeitnehmer. Und es kann sich negativ auf die Unternehmenskultur auswirken, wenn Führungskräfte diese Haltung zu ihrem eigenen Führungsstil erklären.

Gesundheit fördern durch Betriebliches Gesundheitsmanagement

Unternehmen können den Teamgeist, die Gesundheit und die Motivation ihrer Mitarbeiter/-innen stärken, indem sie sportliche Aktivitäten z. B. in Betriebssportgruppen oder die Bezuschussung von sinnvollen Aktivitäten ohne Wettkampfcharakter unterstützen. Am besten unter Einbindung der Mitarbeiter/-innen, denn dann ist die Akzeptanz der Angebote erfahrungsgemäß am höchsten. Unternehmen leisten damit außerdem einen wichtigen Beitrag für die Work-Life-Balance, indem sie auf diese positiven Aspekte fokussieren.

Was den Kostenaufwand betrifft, so werden viele Maßnahmen zur Gesundheitsförderung von den Krankenkassen finanziell unterstützt oder das Unternehmen erhält steuerliche Vorteile.

Am meisten Sinn macht es für das Unternehmen, wenn die Maßnahmen in ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement eingebunden sind. Hier werden sinnvolle und gewinnbringenden Maßnahmen gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeitet und umgesetzt. Das  spart einerseits Kosten und Ressourcen und stärkt andererseits die Resilienz der Mitarbeiter/-innen und des Unternehmens.

Unser Angebot

Sind Sie interessiert an der Entwicklung eines ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements und der individuellen oder organisationalen Resilienz?
Für Unternehmen bis 250 Mitarbeiter/-innen können diese Projekte im Rahmen des Programms unternehmensWert:Mensch gefördert werden.

Kontaktieren Sie uns unter
Telefon: 069 – 43 05 78 78 oder info@arbeit-im-gleichgewicht.de

 

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