Mach mal Pause!

Laut dem aktuellem Stressreport Deutschland 2012 lässt jede/r vierte Beschäftigte seine gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitspausen ausfallen. Häufigste Argumente sind zuviel Arbeit, hoher Termin- und Zeitdruck oder zu viele Arbeiten gleichzeitig bewältigen zu müssen (Multitasking). Dieses Ergebnis wird als äußerst bedenklich eingestuft. Kritisch hinterfragt werden müssen an dieser Stelle Organisationskulturen und Arbeitsstrukturen, die häufig auch im Zusammenhang mit Restrukturierungsprozessen, von überlangen oder abweichenden Arbeitszeiten geprägt sind. Festgestellt wurde auch, dass die Erhöhung der Arbeitsintensität gesundheitliche Folgen bei den Betroffenen nach sich ziehen. Für die Unternehmen und Organisationen entstehen auf lange Sicht gesehen hohe Krankheits- und Ausfallkosten.

Gerade in Zeiten hoher Arbeitsbelastung werden Pausen oft als reiner Arbeitsausfall oder verlorene Zeit verstanden. Der Stressreport empfiehlt, dass arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zur Gestaltung von Arbeits- und Pausenzeiten in der betrieblichen Praxis berücksichtigt werden müssen. Ebenso wie die Tatsache, dass Multitasking, zumindest bei aufmerksamkeitsintensiven Prozessen, offenbar nicht möglich ist und die Arbeitsproduktivität und -qualität gefährdet.

Warum sind Arbeitsunterbrechungen wichtig und sinnvoll?

Pausen und kurze Arbeitsunterbrechungen sind notwendige Regenerationszeiten für Körper und Geist. Das tägliche Mittagessen im Betriebsrestaurant oder außerhalb und die Kaffeepause zwischendurch sollten fester Bestandteil eine Arbeitstages sein. Dabei dienen Pausen nicht allein der Nahrungsaufnahme, sondern beugen der Ermüdung vor und fördern die eigene Gesundheit, gerade dann, wenn längere Arbeitszeiten und hoher Arbeitsdruck angesagt sind.

Bei hoher Konzentration und hohem Stressaufkommen braucht unser Gehirn zwischendurch eine Pause um sich entspannen und regenerieren zu können. Bei anstrengender körperlicher Arbeit reichen bereits 15 Minuten ausruhen und entspannen, um neue Kraft zu tanken.

Die regelmäßige und aktive Gestaltung von Pausen während des Arbeitstages hilft Stress abzubauen. Neuro- und Sportwissenschaftliche Studien belegen den günstigen Einfluss von Bewegung und Entspannung auf die Gehirnaktivität. Diese sind:

  • bessere Aufnahmefähigkeit
  • Förderung der Konzentration
  • geringere Fehlerquoten
  • gesteigerte Lernfähigkeit
  • erhöhte Kreativität

Gesundheitsförderung mit businesscare

Im Rahmen von businesscare beraten wir Sie gerne zu Fragen der Arbeitszeitgestaltung und der Stressreduzierung. Unser Konzept zielt darauf ab, gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen und gesundheitsbewusstes Verhalten in Unternehmen und Organisationen zu entwickeln und zu halten. Vereinbaren Sie mit uns einen Termin.

Tipps für eine sinnvolle Pausengestaltung!

  • Planen Sie Ihre Pausen in Ihren Arbeitstag fest ein. Verabreden Sie sich mit Kolleginnen oder Kollegen.
  • Geplante Pausen haben einen höheren Erholungswert und präventiven Effekt, da selbst gewählte Pausen meist zu spät eingelegt werden, wenn sich bereits Ermüdungssymptome zeigen.
  • Nutzen Sie Ihre Pause um in Ruhe zu essen und zu trinken. Verlassen Sie dafür Ihren Arbeitsplatz und suchen Sie sich einen angenehmen Platz in entspannter Atmosphäre.
  • Machen Sie öfter kurze Pausen. Nach drei Stunden lässt die Konzentration bereits nach. Legen Sie dann eine 15-20-minütige Pause ein.
  • Mehrere kurze Pausen sind effektiver als wenige längere Pausen gleicher Gesamtlänge. Zu lange Pausen erschweren das Zurückfinden in den Arbeitsprozess.
  • Entwickeln Sie Selbstdisziplin und bestehen Sie auf Ihre Pausen (auch vor sich selbst). So stärken Sie sich gegen Stress und für mehr Resilienz.

 

 

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